Valldemossa: Mehr als nur ein Kloster

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Valldemossa ist vor allem für sein Kloster und als die kurzzeitige Heimat das Komponisten Frédéric Chopin weltbekannt, doch der kleine Ort – nicht weit von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca entfernt – hat mehr als das zu bieten: Seine angenehm ruhige, recht authentisch wirkende Kulisse in den Bergen sorgt dafür, dass man sich von dem Trubel am Strand wunderbar erholen kann, aber auch schöne Restaurants, Hotels und sogar Wanderwege findet.

Lesen Sie hier, was Sie für einen Besuch im Voraus wissen sollten!

Die Kartause von Valldemossa

Lage & Anfahrt

Valldemossa befindet sich nicht weit entfernt von Nordwestküste der Insel. Vom Stadtzentrum Palmas aus fährt man nur gut 20 km auf weitgehend guter Strecke über eine Landstraße, die erst zum Ende hin leicht kurvig wird, wenn es auf die Berge hinaufgeht. Nicht weit von der kleinen Stadt entfernt findet man auch Deià und Sóller, die über eine großartige Bergstraße mit tollen Ausblicken zu erreichen sind.

Doch auch wer über kein eigenes Auto verfügt, kann den Ort prima erreichen: Von Palma aus braucht man mit einem Bus der Linie 210 nur etwa eine halbe Stunde, also nicht viel länger als mit dem Auto. Der Bus fährt mehrmals pro Tag, die genauen Zeiten und Frequenzen sind von der Saison abhängig. Eine einfache Fahrt kostet lediglich 1,85 Euro. Auch mit dem Bus ist die Weiterfahrt nach Deià (2,85 Euro) und sogar Port de Sóller (4,35 Euro) möglich.

Regale in der Apotheke

Kloster: Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Hauptattraktion des Bergdorfs ist natürlich das Kloster, die Kartause von Valldemossa, die im 18. Jahrhundert für den namensgebenden Kartäuserorden erbaut wurde, die allerdings schon im Jahre 1835 vertrieben wurden – seitdem befindet sich das Gebäude im Privatbesitz. Dennoch sind heute noch einige Elemente wie eine Bibliothek, eine Apotheke und eine Kirche gut erhalten, während sich in anderen Räumen kleine Museen bzw. Ausstellungen befinden.

Ein wenig irritierend kann bei einem Besuch sein, dass sich in der Kartause zwei Sehenswürdigkeiten verbergen, für die getrennt Tickets erworben werden müssen: Zum einen für das Kloster an sich, zum anderen für das deutlich kleinere Chopin-Museum.

Foto der Kirche von Valldemossa
Damit man ja nicht einen falschen Raum betritt, erhält man am Eingang ein Bändchen, das im Inneren immer wieder von Angestellten kontrolliert wird. Ob man dieses Spielchen mitmachen muss, ist zumindest fragwürdig: Das Kloster ist weitaus sehenswerter als das Chopin-Museum, weshalb ein Besuch des Erstgenannten den meisten genügen dürfte.

Tickets für die Kartause kosten derzeit 8,50 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder ab 10 Jahren, für das Chopin-Museum werden 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder ab 10 Jahren fällig. Die Öffnungszeiten sind erneut saisonabhängig; im Sommer öffnen Kloster und Museum in der Regel von etwa 10 bis 18 Uhr, Sonntags von 10 bis 13 bzw. 14 Uhr.

Foto einer kleinen Straße

Hotels, Restaurants & Wandern

Auch außerhalb des Klosters hat Valldemossa einiges zu bieten, vor allem das Flair des Bergdorfes mit seinen authentisch wirkenden Gassen und Häusern kann begeistern.

Um das wirklich zu erleben, muss man jedoch recht früh vor Ort sein, da sich von März bis Oktober spätestens gegen Mittag die Touristen durch die Straßen drängen. Dann sind auch schnell die zwei mittelgroßen Parkplätze an der Hauptstraße fast immer voll.

Zu den besten Restaurants des Ortes zählen das kleine QuitaPenas mit großartigen, typisch bepreisten Tapas in wiederum authentischer Kulisse und auch Es Roquissar überrascht positiv, stimmen doch sowohl die Preise als auch die Qualität des Essen – trotz seiner Lage direkt am Kloster.

Foto der Mandelblüte in Valdemossa
Auch übernachten kann man hier gut und vor allem in recht ruhiger Lage. Zu den besten Unterkünften zählt das Valldemossa Hotel, ein Boutique-Hotel mit viel Charme und stilvoll eingerichteten Zimmern. Die Übernachtungen sind entsprechend teuer, was allerdings im Grunde auch für alle anderen Hotels in der Umgebung gilt.

Toll ist darüber hinaus der 12 km lange Wanderweg nach Deià, für den man zwar eine gute Kondition und festes Schuhwerk mitbringen sollte, der sich aufgrund toller Ausblick auf die Küste jedoch lohnt, wenn es nicht allzu heiß ist. Aufgrund einer zu erwartenden Wanderdauer von mindestens vier Stunden sollte man für den Rückweg aber doch eher den Bus nutzen.

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