Santa Ponça im Überblick

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Santa Ponça ist seit ein paar Jahren wahrscheinlich jedem Deutschen ein Begriff – nicht zuletzt dank der TV-Sendung „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“, in der Daniela Katzenberger ein Café in der kleinen Stadt nahe Peguera eröffnete, ein Jahr später folgte Jürgen Drews mit dem Bistro „Der König von Mallorca“.

Dabei hatte Santa Ponça jedoch lange den Ruf, sich ähnlich wie Magaluf und Palmanova in erster Linie an britische Urlaubsgäste zu richten – gilt das auch heute noch? Die Antwort auf diese Frage und alle weiteren Informationen rund um das beliebte Reiseziel finden Sie hier!

Foto von Santa Ponsa

Über die Stadt

Etwa zwanzig Kilometer von der Inselhauptstadt Palma entfernt, ist Santa Ponça ein Ort, der so ein bisschen zwischen den „Fronten“ steht. Lange war er in erster Linie bei Auswanderern, auch deutschen Auswanderern, sehr beliebt, es gab sogar eine deutsche Schule, während die Urlauber vorrangig und genauso wie in Magaluf und Palmanova aus dem britischen Raum stammten.

Über die letzten Jahre hinweg hat sich dieser Eindruck ein klein wenig umgekehrt, vermehrt wählen auch deutsche Touristen die etwa 11.000 Einwohner große Stadt als Reiseziel, die zahlreichen Bars und Restaurants richten sich daher mittlerweile sowohl an deutsche als auch englische Besucher, auch wenn Englisch unserem Eindruck nach noch die einen Tick populärere Sprache ist.

Davon abgesehen, unterscheidet sich der Ort allerdings nicht wesentlich von zahlreichen anderen in der unmittelbaren Umgebung: Das Leben spielt sich im Wesentlichen entlang der netten Strandpromenade ab, die mit zahlreichen kleinen typischen Strandgeschäften sowie Bars, Bistros und Restaurants verschiedenster Ausrichtung lockt.

Strand von Santa Ponça Foto

Strand und Atmosphäre

Der Hauptstrand von Santa Ponça befindet sich nördlich des „Stadtzentrums“ in einer im Grunde sehr schönen Bucht, an den unmittelbar die besagte Strandpromenade mit ihren Bars, Geschäften und Imbissen anknüpft.

„Im Grunde sehr schön“, weil es stark davon abhängt, in welche Richtung Sie schauen: Während auf der linken Seiten vom Strand aus gesehen die Bucht recht naturbelassen wirkt, reihen sich auf der rechten Seite die Häuser und Hotelklötze aneinander, von Wald und Natur ist doch kaum noch etwas zu bemerken.

Schade ist das in erster Linie, weil einige dieser Hotels nicht einmal mehr wirklich aktiv genutzt werden oder zumindest in den letzten zwanzig Jahren mal revoviert wurden, sondern mehr oder weniger vor sich hin gammeln. Im Prinzip könnte man einen Teil der unschönen Betonklötze abreißen, ohne dass es sich auf den Tourismus negativ auswirken würde, im Gegenteil – doch dieses Investment will bisher keiner auf sich nehmen.

Allerdings ist Santa Ponça noch ein Stück davon entfernt, ein Cala Millor zu sein, der Ausblick ist zwar nicht immer schön, aber bei Weitem noch nicht so störend, dass er einem dem Urlaub vermiesen könnte oder sollte. Der Strand an sich nämlich ist breit und angesichts der Lage in der Bucht meistens auch angenehm ruhig, im Sommer wird es, wie üblich, sehr voll, aber meistens findet man noch einen Platz für sich.

Strandpromenade Santa Ponsa Foto

Bars, Hotels, Aktivitäten

Party SymbolbildWie fast immer ist auch von hier aus ein Besuch Palmas naheliegend, das mit dem Auto in zwanzig Minuten und mit dem Bus in knapp einer Stunde zu erreichen ist. Auch das nur ein paar Kilometer entfernte Peguera kann vor allem am Abend aufgrund seiner „Fußgängerzone“ einen Abstecher wert sein, auch wenn es dort nicht so viel mehr gibt als hier. Ein Besuch von Magaluf und Palmanova ist für deutsche Urlauber in der Regel nur bedingt lohnenswert, höchstens das dortige Freizeitbad und der kleine Vergnügungspark sind eine Überlegung wert.

Essen und Trinken SymbolbildZum Feiern ist Santa Ponça trotz netter, kleiner Bars wie Amigos natürlich nur bedingt geeignet, die meisten Urlauber, die sich nach Party sehnen, zieht es in der Nacht nach Palma beziehungsweise S’Arenal. Dafür gibt es in Santa Ponça eine so breite Auswahl an Imbissen und Restaurants wie in kaum einer zweiten Stadt auf Mallorca: Für den kleinen Mittagssnack am Strand ist das Baguette Land eine großartige Wahl, wer vor allem mediterrane Küche sucht, ist im Grill Manolo’s prima aufgehoben, wer’s amerikanisch mag, wird in Boston O’Brady’s fündig, aber auch exotischere Geschmacksrichtungen (wie Indisch im Krishna Indian Restaurant) werden großartig bedient!

Hotels SymbolbildSehr ordentlich, wenn auch nicht herausragend, ist die Auswahl an Hotels: Schön ist beispielsweise das Iberostar Suites Hotel Jardin del Sol, das einen tollen Ausblick auf die nicht ganz so stark bebaute Seite der Bucht bieten kann, aber auch das Playas del Rey Hotel können wir durchaus empfehlen. Der kleine Haken an den meisten Hotels in Santa Ponça ist, dass sie bereits etliche Jahre auf dem Buckel haben und aus einer Zeit stammen, in der die schon zuvor angesprochenen Betonklötze absolut „in“ waren.

ShoppingKleinere Supermärkte gibt es zahlreich an der Strandpromenade und in den Touristenecken von Santa Ponça, häufig verbunden mit Souvenir- und Strandläden, allerdings mit meist deutlich erhöhten Preisen. Am besten deckt man sich deshalb in einer der beiden Eroski-Filialen an der großen Hauptstraße Avinguda del Rei Jaume I ein. Wer nicht auf deutsche Lebensmittel verzichten will, findet etwas außerhalb in der Carrer de la Mar Mediterrania den deutschen Lebensmittelmarkt Mundi Culinario.

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