Playa de Palma

Wer in Palma, Can Pastilla, S’Arenal oder El Molinar seinen Mallorca-Urlaub verbringt, kommt um einen Besuch des Playa de Palma kaum herum, ist der Strand doch vor allem für deutsche Touristen der populärste und zugleich auch wichtigste der Insel. Kein Wunder, ist die Gegend nicht zuletzt für den „Ballermann 6“ bekannt und geht hier doch im Sommer ein Großteil der Party ab.

Was genau Dich am Playa de Palma im Hinblick auf’s Baden erwartet, welchen der zahlreichen Strandabschnitte Du besuchen solltest, wo Du gut liegst und günstig trinkst – all das liest Du hier!

Playa de Palma bei S'Arenal

Ganz schön lang!

Die vielleicht wichtigste Info zum Einstieg ist die enorme Länge des Strandes: Vom südöstlichen Anfang in S’Arenal bis zum nordwestlichen Ende bei El Molinar sind es sagenhafte sechs Kilometer. Mit ein paar kleinen Unterbrechungen säumt der Strand nahezu das gesamte Ufer und führt unter anderem am Flughafen von Palma sowie Can Pastilla vorbei. Vermutlich allgemein bekannt ist die Unterteilung in 15 verschiedene Strandabschnitte, die Balnearios, aus denen der „Ballermann 6“ hervorgegangen ist. Die Abschnitte dienen allerdings nur zur groben Orientierung, denn sie sind in ihrer Größe nicht zueinander identisch.

Es ist daher nicht ganz einfach, von „dem“ Playa de Palma zu sprechen, weil sich die einzelnen Abschnitte bei einer Gesamtlänge von sechs Kilometern mitunter naturgemäß deutlich voneinander unterscheiden. Balnearios 1-4 im Süden zählen zu S’Arenal und damit zu Llucmajor, 5-15 gehören zu Palma, wovon 9-15 allerdings Can Pastilla unterstellt sind.

Das kann Dir im Detail natürlich weitgehend egal sein, aber es ist sinnvoll, sich im Voraus ein Bild von den Ausmaßen zu machen – denn wenn Du „Playa de Palma“ buchst, ohne die genaue Lage zu checken, kann das mitten im Partygebiet oder aber recht weit ab vom Schuss sein.

Schild zum Strand von Can Pastilla

Empfehlenswerte Hotels in Palma:

Essen, Trinken & Einkaufen

Essen und Trinken SymbolbildAuf den ersten Blick sieht die gesamte Strandgegend recht ähnlich aus: An den grundsätzlich sehr schönen Sandstrand knüpft eine ausreichend breite Promenade an, die zum Spazieren, Radfahren oder Skaten einlädt.

An beziehungsweise unmittelbar hinter dieser Promenade befinden sich zahlreiche kleine bis große Bars, Imbisse und Restaurants, die überwiegend auf deutsche Touristen eingestelltes Essen zu typischen, aber überwiegend noch vergleichsweise harmlosen Strandpreisen anbieten.

Neben Bier, Bratwurst und Schnitzel findest Du natürlich auch Pizza, vereinzelt asiatisches und häufig spanisches Essen, was hier in erster Linie Paella und Calamares bedeutet. Qualitativ dabei ist zwischen Kantinenfraß und „sehr lecker“ alles drin. Abstand halten sollte man von den Lokalen, die es nötig haben, jeden vorbeilaufenden Touristen anzuquatschen und ins Restaurant zerren zu wollen.

Gutes Essen gibt es beispielsweise in der Bar Casablanca in S’Arenal und im Sorrento in Can Pastilla. In Hinblick auf Getränke geben sich die unterschiedlichen Bars nicht so wahnsinnig viel; am besten suchst Du einfach eine Bar, die gerade Happy Hour hat, und probierst einen Drink aus. Viel kann man da für drei, vier Euro nicht falsch machen.

Neben den zahlreichen Imbissen, Restaurants und Bars findest Du an der Strandpromenade vom Playa de Palma auch etliche kleine „Supermärkte“, die den üblichen Strandbedarf anbieten: Handtücher, Sonnenschirme, Sonnencreme, Sonnenbrille, Eis und natürlich Getränke. Die Preise bewegen sich überwiegend auf einem vertretbaren Niveau, lediglich Alkohol findest Du in normalen Supermärkten abseits des Strandes wesentlich günstiger.

Party unweit vom Strand

Welcher Abschnitt ist der beste?

Welcher Strandabschnitt der beste ist, hängt vor allem davon ab, was Du von ihm erwartest: Während S’Arenal fest in deutscher und eher junger Hand ist, wird Can Pastilla gerne auch von Einheimischen frequentiert. Wenn Du Ruhe suchst, bist Du am Playa de Palma zumindest von Mai bis September verkehrt, am geringsten ist das Besucheraufkommen üblicherweise noch ganz im Norden des Strandes, wo allerdings der Fluglärm mitunter ein wenig auf die Nerven gehen kann. Von Oktober bis April hingegen kannst Du, wenn das Wetter es zulässt, fast überall gut in der Sonne liegen und baden, da der Tourismus außerhalb der Hochsaison enorm nachlässt. Dann schließen allerdings auch etliche Hotels und Bars.

Nicht zu unterschlagen ist, dass Mallorca schon seit etlichen Jahren bemüht ist, das Image des Strandes zu ändern: Einschränkungen in Hinblick auf Musik, Lautstärke und Alkoholkonsum gibt es schon seit Längerem, ab diesem Jahr (2014) soll unter anderem allerdings auch nachhaltig gegen öffentliche Trinkgelage und das Wegwerfen von Kaugummis sowie Zigaretten vorgegangen werden. Ob beziehungsweise wie stark das tatsächlich durchgesetzt wird, muss der Sommer zeigen.

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