Palma de Mallorca: Sehenswürdigkeiten

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Palma de Mallorca ist bekannt für seine gewaltigen Stände, für Hotels über Hotels, für das Nachtleben und natürlich auch für seine Kathedrale, die so gut wie jeder Besucher der Stadt als erstes ansteuert und schon aus dem Auto oder Bus heraus bei der Anfahrt bemerkt. Doch Palma hat weitaus mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, über die wir Ihnen hier einen kleinen Überblick verschaffen wollen: Von ein paar historischen Details über die Stadt an sich bis hin zu einem möglichen Rundweg, den Sie gehen können, um an einem knappen Tag möglichst viele Highlights zu sehen!

Die Kathedrale von Palma

Infos über Palma

Palma de Mallorca ist eine weitaus größere Stadt als manch ein Besucher aus der Entfernung vielleicht zunächst annehmen mag, denn mit etwa einer halben Million Einwohner in Stadt und dem unmittelbarer Umland bewegt sich die Hauptstadt der Insel auf etwa dem gleichen Niveau wie Hannover oder Nürnberg. Ganz grob lässt sich das Gebiet der Gemeinde in die historische Altstadt, zahlreiche kleine Stadtteile und Vorstädte um diese Altstadt herum sowie in die Küstenregion einteilen, die im Osten vorwiegend aus dem Platja de Palma und S’Arenal besteht, während im Westen Cala Major, Palmanova und Magaluf mehr oder weniger anknüpfen.

Palma wurde bereits im Jahr 123 vor Christus (!) von den Römern gegründet, danach ging es über die Jahrhunderte hinweg immer mal wieder auf und ab (nah bis ans Aussterben der Stadt), spätestens mit der Gründung des Königreichs Mallorca ging es ab 1276 wieder bergauf, die bereits erwähnte Kathedrale sowie die heute ebenfalls noch in Teilen zu sehende Stadtmauern wurden erbaut, bevor dann Mitte des 20. Jahrhunderts der Tourismus die Insel eroberte.

Die recht bewegte Geschichte lässt sich sowohl am Aufbau der Stadt als auch an zahlreichen Gebäuden (und Ruinen) auch heute noch wunderbar ablesen, wer sich genauer dafür interessiert, sollte das Stadtmuseum im Castell de Bellver unbedingt angucken – dessen Besuch sich allerdings auch allein schon aufgrund des großartigen Ausblicks lohnt.

Ein Foto von Llotja de Palma

Sehenswürdigkeiten und Rundwege

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Palma zu erkunden und seine Sehenswürdigkeiten zu sehen. Die Innenstadt selbst lässt sich bestens zu Fuß begehen, da die Straßen weitgehend eben sind, sich der Autoverkehr im Vergleich zu anderen Großstädten in Grenzen hält und die Strecken relativ kurz sind, aber auch mit dem Fahrrad oder Bus ist eine kleine Rundfahrt möglich.

Bei den Bussen können Sie sowohl den öffentlichen Personennahverkehr, der in Palma bestens funktioniert und vergleichsweise günstig ist, als auch die schon aus vielen anderen Städten bekannten Sightseeing Busse nutzen, für die es Tagestickets gibt, mit denen Sie jederzeit an verschiedenen Stationen aus- und kostenlos wieder einsteigen können.

Wir wollen hier zwei kurze Routen anbieten, die Sie entweder genau so selbst benutzen oder auch nur als Inspiration für Ihre eigene Route verwenden können: Einen Rundweg zu Fuß durch die Innenstadt sowie eine kleine Rundfahrt mit dem Mietwagen über die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Letzteres ist mit ein wenig Recherche aber natürlich auch mit Bussen oder im Rahmen einer Tour möglich.

Einkaufsstraße in Palma

Sehenswertes in der Innenstadt

Bester Startpunkt für einen Rundgang durch Palma ist die Kathedrale La Seu recht zentral nahe der Küste gelegen. Ideal ist dieser Ausgangspunkt zum einen, weil sich die Kathedrale kaum verfehlen lässt, zum anderen, weil am Vormittag ein Besuch noch einigermaßen friedlich von statten gehen kann, während sich am Mittag und Nachmittag wahre Menschenmengen hier drängen. Direkt gegenüber von der Kathedrale befindet sich auch ein großes Parkhaus, welches am Morgen und in der Nebensaison immer etliche freie Plätze bietet, ab etwa Mai können die Plätze ab Mittag hingegen schon mal knapp werden.

In unmittelbarer Nähe der Kathedrale befinden sich Teile der Stadtmauer sowie der Parc de la Mar, der inbesondere im Zeitraum von April bis Juni einen Besuch wert ist, wenn die Blumen kräftig blühen, und Wiesen wie Bäume grün sind – ab Juli haben die Pflanzen der Sonne oft schon ihren Tribut gezollt, auch wenn sich die Stadt natürlich größte Mühe gibt, gerade diesen Teil frisch und lebendig zu halten.

Nach diesem kurzen Abstecher ans Meer könnten Sie gen Westen weitergehen und das Palau Reial de L’Almudaina ansteuern, den Amtssitz des spanischen Königs auf Mallorca, der sich auch von innen betrachten lässt, was jedoch nur bei schlechtem Wetter ernsthaft in Erwägung gezogen werden sollte – denn viel zu sehen gibt es darin nicht, außer den recht unfreundlichen Sicherheitskontrollen, die Erinnerungen an den Hinflug wecken dürften.

Sinnvoller ist es, sich gleich weiter auf den Weg zum Llotja de Palma aufzumachen, dem einstigen Sitz der Seehandelsbörse, der heute überwiegend für Kunstausstellungen genutzt wird, vor allem aber aufgrund seiner tollen äußeren Architektur als Sehenswürdigkeit gilt.

Auch bei gutem Wetter eine Überlegung wert wäre als nächstes ein Besuch des Museu Es Baluard, ein großes und auch architektonisch interessantes Museum für moderne Kunst, das Werke von etlichen bekannten Malern ausstellt, darüber hinaus von seinen Terrassen aus schöne Ausblicke auf Stadt und Umgebung anbietet. Ein wenig Zeit und ein gewisses Interesse für Kunst sollte man in dem Fall allerdings natürlich mitbringen,

Placa Mayor: Ein Foto

So oder so geht es nun entweder zunächst zurück Richtung Kathedrale, zum Plaça de la Reina, oder aber gleich weiter in Richtung Norden, zum Plaça de España. Hier ließe sich auch gut ein Zwischenstopp einlegen, um zum Beispiel eine Kleinigkeit bei Iris Pizza (sehr lecker!) zu essen, um es dann am Nachmittag etwas ruhiger angehen zu lassen und sich mehr auf die kleinen Gassen der Altstadt sowie ihre zahlreichen Geschäfts zu konzentrieren.

Neben dem Plaça Major, der auf der Rückkehr zur Kathedrale im Grunde unvermeidbar ist, warten hier nur noch wenige echte Sehenswürdigkeiten in Palma, allein ein Besuch der schönen Markthalle Mercat de L’Olivar könnte – je nach Zeit und Erschöpfung – eine Überlegung wert sein. Bei Interesse könnten Sie zudem ganz am Ende des Rundwegs noch einen Blick in die Banys Àrabs, die arabischen Bäder, werfen.

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