Online Spanisch lernen: Wie und wo?

Das hier war nicht mehr oder weniger als ein Selbstversuch: Als ich den Entschluss gefasst hatte, nach Spanien auszuwandern, waren meine Sprachkenntnisse nicht einmal als mäßig zu umschreiben. Deutsch, Englisch und auch Französisch beherrsche ich einigermaßend, aber mein Spanisch ging kaum über das hinaus, was man im Urlaub eben so aufschnappt.

Also begann ich, online Spanisch zu lernen – doch das stellte sich als weitaus schwieriger heraus, als erwartet. Wie und wo es letzten Endes am besten funktionierte, liest Du hier!

Duolingo Website

Kostenlose Seiten

Eine Google-Suche nach „Spanisch lernen“ spuckt über 700.000 Ergebnisse aus, was auf den ersten Blick nach einer großartigen Auswahl klingt, auf den zweiten aber das gewaltige Geschäft offenbart, das hinter dem Erlernen einer Fremdsprache steckt. Ein Geschäft, das offenbar jeder für sich auszunutzen versucht, denn mit wenigen Klicks lässt sich feststellen, dass die Qualität der Seiten im Schnitt eher gering ist und viele der so genannten kostenlosen Angebote gar nicht so kostenlos sind, wie sie behaupten.

Anstatt auf Google verlasse ich mich daher zunächst auf Erfahrungen aus erster Hand: Zahlreiche Leute empfehlen mir Duolingo, eine tatsächlich kostenlose und optisch wie technisch äußerst ansprechende Seite, die zahlreiche Sprachkurse anbietet, die weitgehend sinnvoll aufgebaut sind, mir die neue Fremdsprache Schritt für Schritt näher bringen und sogar die Kontrolle der eigenen Aussprache per Mikrofon anbieten.

Der große Haken: Duolingo kennt nur Spanisch-Englisch, nicht aber Spanisch-Deutsch. Mein Englisch ist zwar gut genug, dass das eigentlich kein Hindernis darstellt, aber in zwei Fremdsprachen zu denken, ist letzten Endes doch einen Tick schwieriger, als vom Spanischen in die Muttersprache und zurück zu übersetzen. Hinzu kommt, dass Duolingo bisher zwar über unzählige Funktionen, aber noch über keinen reinen Vokabeltrainer verfügt, und die Alltagsnähe nicht immer gegeben ist.

Am Anfang mag es ganz lustig sein, Sätze wie „Der Bär trinkt Bier“ zu übersetzen, mittelfristig hilft das jedoch nur bedingt weiter, zumal sich die Erklärungen der Grammatik in Grenzen halten. Ich quäle mich ein paar Wochen lang bis zur Vergangenheitsform durch und gebe dann vorerst auf – es muss eine bessere Lösung geben!

Babbel Website

Empfehlenswerte Hotels in Palma:

Richtig spanisch lernen

In der Zwischenzeit habe ich bereits zwei Bücher bestellt – einen Spanischkurs, der auf Amazon sehr gute Bewertungen erhalten hat, sowie ein Grammatikbuch -, aber beides fühlt sich nicht lebendig, nicht dynamisch genug an. Ich will Spanisch lernen wie in der Schule, ich will abgefragt werden und sofort ein Ergebnis sehen, nicht in einem überteuerten Lösungsheftchen nachschlagen müssen.

Nach langer Recherche stoße ich schließlich auf Babbel, ein deutsches Unternehmen, das zahlreiche Sprachkurse anbietet, mehrfach ausgezeichnet wurde und einen für mich sehr fairen Preis verlangt: Ein Monat kostet knapp zehn Euro, drei Monate kosten etwa zwanzig, ein ganzes Jahr keine sechzig Euro.

Und siehe da: Technik und Aufbau der Kurse erinnern an Duolingo und können es technisch mit der kostenlosen Konkurrenz aufnehmen – was für eine deutsche Website leider nicht selbst verständlich ist -, insgesamt ist aber der Funktionsumfang deutlich größer, ich kann Vokabeln gezielt trainieren, das Ganze ist auf Deutsch und vor allem deutlich näher an der Wirklichkeit. Von der ersten Lektion an lerne ich vorrangig Sätze, die ich im Alltag in Spanien tatsächlich gebrauchen kann.

Überhaupt bietet Babbel ein komplettes Paket, das man sich bei den kostenlosen Alternativen erst auf mehreren Webseiten zusammensuchen muss. Dazu zählt beispielsweise auch die großartige Option, zusammen mit anderen Usern die Sprache zu erlernen oder sich einen Spanisch-Muttersprachler zu suchen, der Deutsch lernen möchte. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Anzahl der Deutschen, die Spanisch lernen wollen, ist deutlich höher als die der Spanischsprachler, die Deutsch lernen möchten.

Davon abgesehen aber habe ich mit Babbel das gefunden, was ich so lange gesucht habe: Eine komplette und noch dazu günstige Website, die mich online Spanisch lernen lässt und alle Features bietet, die ich von solch einer Seite erwarte. Duolingo taugt mit sehr guten Englischkenntnissen durchaus als Einstieg, aber wer es mit dem Lernen ernst meint, sollte die paar Euro im Monat unbedingt investieren!

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