Magaluf und Palmanova im Überblick

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Magaluf und Palmanova „genießen“ den Ruf, das britische Gegenstück zu S’Arenal auf Mallorca zu sein, finden sich hier doch Sommer für Sommer in erster Linie Engländer ein, die am Strand liegen, baden, vor allem aber natürlich auch feiern und trinken wollen. Ist man dort als Deutscher dennoch gern gesehen oder sollte man von den Orten in der Hochsaison lieber Abstand halten?

Lesen Sie hier, was genau Sie in Magaluf und Palmanova erwartet, ob sich der Ruf als britische Hochburg in der Realität bestätigt und ob Sie auch als Deutsche dort einen angenehmen Urlaub verbringen können!

Strand von Palmanova Foto

Über die Städte

Magaluf und Palmanova sind zwei eher kleine Städte, mit zusammen genommen etwa 10.000 Einwohnern, westlich von Palma, etwa 20 Minuten mit dem Auto und 50 Minuten mit dem Bus vom Zentrum der Inselhauptstadt entfernt. Zwar sind die zwei Städte voneinander unabhängig, liegen aber so dicht beieinander, dass sie beinahe ineinander übergehen und auch ihre „Ausrichtung“ weitgehend identisch ist.

Und diese Ausrichtung spricht tatsächlich in erster Linie Briten an: Magaluf ist im Prinzip ein reiner Partyort und tatsächlich das englische Gegenstück zu S’Arenal, dreht sich hier doch alles um Sonne, Feiern und Alkohol – aber eben nicht zu deutschen Schlagern, sondern mit englischer Musik, britschen Pubs und dem typischen Ale statt deutschem Bier, außerdem ist der typische Urlauber deutlich jünger als am Ballermann.

Deutsche Touristen verirren sich kaum hierhin und würden sich vermutlich auch ein wenig verloren fühlen, denn Englisch ist eindeutig die „Amtssprache“. Palmanova unterscheidet sich nur geringfügig davon, zumindest in der Nebensaison lassen sich hier aber auch ein paar Deutsche und andere Europäer blicken, der Ort ist bis jetzt noch nicht ganz so englisch.

Ob man sich als Deutscher in einer der beiden Städte wohlfühlt, bleibt letzten Endes natürlich jedem selbst überlassen, üblicherweise ist die Frage allerdings tatsächlich mit „nein“ zu beantworten. Zumal es vor allem in der Hochsaison und im Umfeld von Fußballturnieren (WM 2014, EM 2016) durchaus zu Zusammenstößen kommen kann.

Darüber hinaus gilt es zu bedenken, dass beide Orte ähnlich wie S’Arenal nur vom Massentourismus leben und ein natürliches Stadtbild kaum vorhanden ist: Die Strandpromenade wird nahezu komplett von touristischen Geschäften und auch einigen Hotelbunkern gesäumt, Musik dröhnt aus zahlreichen Clubs und Bars. Wer das mag, findet es in zahlreichen anderen Ecken der Insel ebenso – dann allerdings auf ein deutsches oder internationales Publikum zugeschnitten.

Magaluf Foto

Strände & Aktivitäten

Dennoch seien hier kurz die Strände und auch mögliche Aktivitäten erwähnt, denn letztere stellen auch für deutsche Urlauber bei einem kurzen Abstecher nach Magaluf oder Palmanova durchaus eine Option dar. Die beiden Hauptstrände, Playa de Magaluf und Playa Palmanova, liegen jeweils unmittelbar in der Nähe nahezu aller Hotels, und zählen aufgrund ihrer Länge und Breite sowie ihrer Lage in einer Bucht durchaus zu den schöneren Stränden Mallorcas, doch die Hotelklötze im Hintergrund stören, zumal der Platz in der Hauptsaison für die Besuchermassen kaum ausreicht. Einen kleinen Tick ruhiger kann es am Playa de Son Matias zwischen den beiden Städten sein.

Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, wer das sucht, ist mit einem Ausflug nach Palma am besten beraten. Durchaus attraktiv in Hinblick auf Freizeitbeschäftigungen sind hingegen der Western Water Park, das Gegenstück zum Aqualand in S’Arenal, der Katmandu Park , bei dem es sich um eine Art Sparversion des Phantasialands handelt, sowie Golf Fantasia, eine wirklich recht schöne, wenn auch anspruchslose Minigolfanlage. Viele britische Urlauber lieben auch die Pirates Adventure Show, die man auch aufgrund der hohen Eintrittspreise kaum empfehlen kann.

Wer dennoch in einer der beiden Städte seinen Urlaub verbringen will, kommt gut im Hotel Sol Guadalupe unter. Gutes Essen gibt es im Restaurante El Mundo sowie im Pirates Beach Bar & Grill, gefeiert wird am besten in den zahlreichen kleinen Pubs und Bars in Strandnähe oder aber im BCM Planet Dance, einer der größten Disco der Insel.

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