Cala Millor im Überblick

Noch vor Cala Ratjada ist Cala Millor der wahrscheinlich beliebteste Reiseort für Touristen aus aller Welt – vor allem aber auch aus Deutschland und England – an der Ostküste Mallorcas, was der im Grunde recht kleinen Stadt leider anzumerken ist: Nirgendwo ist die Ausrichtung auf den Tourismus so sichtbar wie hier.

Was Dich davon abgesehen in Cala Millor erwartet, welche Strände es gibt, ob die Stadt Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und was Du dort wo unternehmen kannst, liest Du hier im Überblick!

Foto vom Strand von Cala Millor

Über die Stadt

Cala Millor liegt im Osten Mallorcas, etwa 70 Kilometer von Palma entfernt, was mit dem Auto eine Fahrzeit von etwa einer Stunde bedeutet. Mit dem Bus bist Du vom Flughafen aus in der Regel anderthalb bis zwei Stunden unterwegs, abhängig davon, wie viele Zwischenstopps eingelegt werden – allerdings wird die Stadt meistens vor Cala Ratjada angesteuert, so dass hier mit die ersten Gäste aussteigen dürfen.

Ob man das denn will, sei allerdings mal dahin gestellt, denn man darf keinen Hehl daraus machen, dass der Ort vom Tourismus geprägt ist wie kaum ein zweiter und die gesamte Stadt im Grunde nur für eben jenen Tourismus existiert: Ein Hotelklotz steht neben dem nächsten, was insbesondere bei einer Busfahrt durch die Stadt offensichtlich wird. Man fühlt sich ein bisschen wie einer „Gated Community“, nur eben mit Hotels statt mit kleinen Wohnhäusern.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man hier keinen schönen Urlaub verbringen könnte, man sollte sich aber im Voraus darauf einstellen und wissen, was einen hier erwartet.

calamillor

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Strände und Sehenswürdigkeiten

Im Grunde gibt es nur einen einzigen Strand in Cala Millor, der aber aufgrund seiner enormen Länge von fast zwei Kilometern in mehrere Abschnitte unterteilt wird: Arenal de Son Servera, Platja de Sant Llorenç und Cala Nau.

Der Strand ist grundsätzlich sehr ordentlich und bietet ausreichend Parkmöglichkeiten, obwohl er von nahezu allen Hotels der Stadt ohnehin bestens zu Fuß zu erreichen ist. Allerdings fallen die recht geringe Breite und das hohe Besucheraufkommen vor allem in der Hochsaison enorm auf.

Viel ärgerlicher ist jedoch, dass der Strand nicht im Geringsten naturbelassen wirkt, denn wo einst lange und breite Dünen standen, befindet sich heute eine Promenade mit Bars und Restaurants, an die dann unmittelbar die großen Hotelhochhäuser anknüpfen. Der einzige Strandabschnitt, in dem die Ursprünge noch ansatzweise zu erkennen sind, ist das ganz im Süden gelegene Cala Nau.

Wirkliche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Stadt selbst aufgrund ihrer recht überschaubaren Geschichte nicht, selbst der für Mallorca so typische Markt, der Montags stattfindet, existiert erst seit einigen Jahren. Dessen Angebot richtet sich dann auch in erster Linie an Touristen; statt Obst, Gemüse und Fleisch trifft man mehr auf Souvenirs, billigen Schmuck und anderen Kleinkram..

Was tun in Cala Millor?

Zugegeben, all das klingt reichlich kritisch und wir wollen Dir hier natürlich nicht schon vorab den Urlaub vermiesen, auf der anderen Seite solltest Du aber natürlich wissen, was Dich erwartet, denn eine Frage stellt sich: Was genau willst Du während deiner Reise machen?

Party SymbolbildWenn Du ausschließlich am Pool und am Strand liegen, abends mal einen Cocktail trinken willst und Dir der Ausblick dabei mehr oder weniger egal ist, dann machst Du mit Cala Millor nicht viel falsch. Gut essen beziehungsweise trinken kannst Du zum Beispiel in der Cheers Bar, Danni’s Bar und dem Dolce Vita Restaurante, zu den besten Hotels zählen sämtliche Hipotels (insbesondere das Hipocampo Palace).

Möchtest Du allerdings auch ein bisschen was sehen, etwas unternehmen oder auch nur gut feiern, ist Cala Millor nicht der optimal Ort. In dem Fall bleibt eigentlich nur die Fahrt mit dem Bus nach Palma, die von hier aus etwas mehr als eine Stunde in Anspruch nimmt – auch wenn sich dann die Frage stellt, ob Du nicht von Vornherein in Palma selbst oder seiner unmittelbaren Umgebung besser und ebenso günstig unterkommst…

Sa Coma Mallorca

Und Sa Coma…?

In unmittelbarer Nähe von Cala Millor liegt Sa Coma, das einen besseren Ruf genießt – und das durchaus zu Recht, denn auch wenn dieser Ort ebenfalls vom Tourismus geprägt ist, so gestaltet sich die Kulisse doch wesentlich angenehmer!

Der Strand von Sa Coma ist recht groß und breit, er wird im Sommer natürlich auch fast immer verdammt voll, aber die Hotelklötze sind eine ganze Ecke weniger präsent und vor allem die Wasserqualität kann sich wirklich sehen lassen.

Davon abgesehen bietet Sa Coma die obligatorischen kleinen Shops, Bars und Restaurants, die sich allesamt in erster Linie an Touristen richten, doch die Präsentation ist im Ganzen wesentlich angenehmer und erinnert nicht ganz so stark an Massenabfertigung wie im Nachbarort, weshalb wir Sa Coma immer vorziehen würden.

Bildnachweise (von oben nach unten): Dirk Vorderstraße (CC BY 2.0), Brian Mullender (CC BY 2.0), Gert Mewes (CC BY-ND 2.0), Cristian Bortes (CC BY 2.0)

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